Kammermusik aus Italien, 23.-30.09.2018, Theater in Kempten, Künstlerischer Leiter: Oliver Triendl
CLASSIX Kempten - Newsletter vom 17.08.2018
Inhalt
- Werke: Klavierquintett f-Moll von Ottorino Respighi
- Werke: Zwei Werke von Gian Francesco Malipiero
- Künstler: Sechs Fragen an den Fagottisten Andrea Zucco
- Künstler: Sechs Fragen an den Kontrabassisten Olivier Thiery
- Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube
- Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival
- Der CLASSIX-Flyer 2018 zum Download
- Karten bestellen
Liebe CLASSIX-Freunde,
seit vielen Jahren ist der Bayerische Rundfunk während des Kammermusikfestivals in Kempten vor Ort und zeichnet einige Konzerte auf, die dann in BR Klassik, Deutschlandfunk Kultur und über die »European Broadcasting Union« in viele Länder Europas gesendet werden. Die hohe Wertschätzung von »CLASSIX Kempten« zeigt sich auch daran, dass der Aufzeichnungswagen des BR in diesem Jahr vier Konzertabende statt bisher drei mitschneiden wird.
Natürlich werden wie Sie im Newsletter, auf classix-kempten.de und auf Facebook über die Sendetermine informieren. Doch keine Radiosendung kann das Erlebnis, die Atmosphäre und den Klang des Konzertsaals ersetzen! Mit Erscheinen sind es nur noch fünf Wochen bis zum Start des Festivals – buchen Sie also bald und sichern Sie sich die besten Plätze.
classix-kempten.de/tickets
Noch nicht entschlossen? Vielleicht können wir Sie ja mit den Informationen in diesem Newsletter ein Stück neugieriger machen. Bleiben Sie gespannt!

Herzliche Grüße aus dem Allgäu
Heinz Peller für das CLASSIX-Team

Werke: Klavierquintett f-Moll von Ottorino Respighi

Festivalauftakt, Sonntag, 23.09.2018, 19:00 Uhr, Theater in Kempten
Ottorino Respighi (1879-1936): Klavierquintett f-Moll (1902)

Ottorini Respighi, der Sohn eines Klavierlehrers aus Bologna, war zunächst Bratschist und nahm bei Giuseppe Martucci, dem raren Fall eines italienischen Symphonikers, Unterricht in Komposition. Später war er zeitweilig Schüler des Russen Nikolai Rimski-Korsakow und des Deutschen Max Bruch. Diese internationale Ausbildung mag dazu beigetragen haben, dass Respighi einer der wenigen Meister des Opernlandes Italien wurde, der nicht nur auf der Bühne, sondern auch auf dem Konzertpodium dauerhaft Furore machte ...

Das im Juni 1902 im Liceo musicale von Bologna mit dem Komponisten als Bratscher uraufgeführte f-Moll-Klavierquintett ist voll erstaunlich herbstlicher Schönheit. Viola und Cello dominieren das Geschehen. Das schwermütige Hauptthema des ersten Satzes erinnert an Martucci und logischerweise an dessen Idol Brahms, doch spätestens mit dem Einsatz des Klaviers kommt zum stimmungsvollen Streichergewebe südliche Vitalität eigener Prägung ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zu Ottorino Respighis Klavierquintett f-Moll hier ...

Werke: Zwei Werke von Gian Francesco Malipiero

- Ricercari für 11 Instrumente (1925)
- »Sonata a tre« (1926/27) für Klaviertrio


Schon Francesco Malipiero, der Großvater Gian Francescos, war Opernkomponist, Vater Luigi Pianist und Dirigent. Der wohlhabende junge Mann aus venezianischem Adel sah sich als Student in Europa um, war in Wien um 1904 Schüler von Robert Fuchs, später in Bologna von Marco Enrico Bossi und 1908 in Berlin von Max Bruch. Doch bei keinem dieser geachteten Lehrer blieb er längere Zeit. Gerne hielt er sich in Paris auf, wo er sich mit seinem Landsmann Alfredo Casella befreundete und unter anderem mit Strawinsky verkehrte. Als Herausgeber Alter Musik, so der Monteverdi-Gesamtausgabe, die er selbst finanzierte, erlangte er ebenso Bedeutung wie als Initiator zeitgenössischer Musikorganisationen ...

Konzert II – Donnerstag, 27.09.2018, 20:00 Uhr, Theater in Kempten
Ricercari für 11 Instrumente (1925) für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, vier Violen, Violoncello und Kontrabass

Die frühe, aus der Motette entwickelte Form der Fuge dient als Grundlage für fein abgestimmte Klangspiele in fünf Sätzen. Hinter dieser rhythmisch und melodisch pointierten Reise von »Allegro, mercato i ritmo« über ein meist bewegtes Andante, das ein wenig raue »Allegro, un poco rude« und ein getragenes Lento zum lebhaften Final-Allegro steckt allerdings nicht nur Renaissance-Musik, sondern auch Literatur des 17. Jahrhunderts ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zu Gian Francesco Malipieros Ricercari für 11 Instrumente hier ...

Konzert IV – Samstag, 29.09.2018, 20:00 Uhr, Theater in Kempten
Gian Francesco Malipiero (1882-1973): »Sonata a tre« (1926/27) für Klaviertrio
Malipiero liebte Marcel Prousts epische Romanreihe »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit« und beschäftigte sich mit der Literatur von James Joyce, bewunderte die klanglichen Innovationen Claude Debussys und fühlte sich doch zutiefst der venezianischen Musik des 17. und 18. Jahrhunderts verpflichtet. So findet man in seinen Stücken häufig eine originelle Mischung, gespeist aus dem wachen Bewusstsein eines Musikers, der durchaus offene Ohren für die Moderne hatte, und seinem in der Vergangenheit wurzelnden ästhetischen Credo. Die »Sonata a tre« ist dafür ein schönes Beispiel. Die Form der barocken Triosonate wird sehr frei verwendet ...

Lesen Sie mehr zu Gian Francesco Malipieros »Sonata a 3« für Klaviertrio hier ...

Künstler: Sechs Fragen an den Fagottisten Andrea Zucco

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Andrea Zucco war bereits 2014 in Kempten dabei. In diesem Jahr wird er bei der »Kammermusik aus Italien« bei fünf Werken zu hören sein. Hier seine Antworten auf die sechs Fragen des künstlerischer Leiters Oliver Triendl.

Du warst bereits bei »CLASSIX Kempten« zu Gast – sind dir spezielle Erlebnisse in Erinnerung geblieben?
Ich habe vor vier Jahren in Kempten gespielt. Ich erinnere mich an die Überraschung, als ich die schöne Landschaft um Kempten und die freundliche Atmosphäre des Festivals entdeckte.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Das Festival in Kempten ist für mich etwas ganz Besonderes, weil ich mit einigen alten Freunden, aber auch mit neuen Leuten ein schönes Kammermusikrepertoire spielen kann und jedes Mal einen musikalischen Austausch kreiere. Das ist ein Reichtum.

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Ich habe Rotas »Nonett«, Ghedini und Casella gehört, aber leider hatte ich nie die Gelegenheit, eines dieser Stücke zu spielen. Das ist einer der Gründe, warum das Kemptener Festival so besonders ist.

Wie bist du zu deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Mein Großvater war Bariton und ein guter Freund des Solo-Fagottisten des Rai-Orchesters in Turin. Die Nachmittage nach der Schule verbrachte ich oft bei meinem Großvater und manchmal besuchten wir seinen Freund im Konservatorium, wo er Fagottlehrer war. Ich fühlte mich von dem Instrument sehr hingezogen und wollte es versuchen …
Wenn ich ein anderes Instrument wählen müsste, würde ich Oboe spielen.

Wenn du nicht Musiker geworden wärst, dann …
… könnte ich mir viele andere Dinge vorstellen: Architekt oder warum nicht Koch oder Winzer.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet…)
Ich liebe Pizza, Pasta und generell italienisches Essen, besonders wenn ich zu Hause bin. Aber wenn ich in der Welt unterwegs bin, denke ich, dass ich besseres Essen haben kann, wenn ich nach typischen Gerichten suche. Ich hoffe also, dass ich in Kempten ein paar spezielle Allgäuer Gerichte probieren kann.

Mehr zur Biographie von Andrea Zucco finden Sie hier ...

Künstler: Sechs Fragen an den Kontrabassisten Olivier Thiery

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Olivier Thiery spielt in diesem Jahr zum ersten Mal bei »CLASSIX Kempten«. Der künstlerische Leiter Oliver Triendl hat auch ihm sechs Fragen gestellt.

Du kommst erstmals nach Kempten – kanntest du das Festival vorher?
Ich hörte von dem Festival von Freunden, die bereits in Kempten gespielt hatten. Ganz zu schweigen von dem Kontrabassisten Gunnars Upatnieks, der vor zwei Jahren eine außergewöhnliche Aufführung von Tommasinis »Towards the Wall« bot.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Die Programmgestaltung und die Zusammenarbeit mit den anderen fantastischen Musikern. Dann ist es auch sehr aufregend, ein Festival, einen Konzertsaal und seine Atmosphäre mit seinem Publikum zu entdecken.

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Ich habe bereits das »Nonett« von Rota gespielt. Die anderen Stücke sind mir völlig unbekannt.

Wie bist du zu Deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Mein Vater ist Bassist. Ich bin mit den Vibrationen dieses großen Instruments aufgewachsen. Es war für mich sehr natürlich, den Schritt zu tun und mein Leben der Musik mit dem Klang des Kontrabasses zu widmen.

Wenn du nicht Musiker geworden wärst, dann …
Dirigent … Entschuldigung, das war ein schlechter Scherz :-)
Ich liebe den Kontakt mit Kindern, also hätte ich wahrscheinlich etwas mit Bildung gemacht.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet …)
Das ist eine knifflige Sache, besonders für einen veganen Franzosen … Ich liebe mediterranes Essen, aber alles ohne Fleisch und Milchprodukte!

Mehr zur Biographie von Olivier Thiery finden Sie hier ...

Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube

Kennen Sie schon unseren Video-Kanal mit Mitschnitten auf YouTube? Heute möchten wir Ihnen die »Suite burlesque« von Germaine Tailleferre (1892-1983) vorstellen. Ein Stück für Klavier zu vier Händen, interpretiert von Bengt Forsberg und Oliver Triendl. Das Stück wurde im Konzert V, Sonntag, 01.10.2017, im Theater in Kempten aufgeführt.
Video auf YouTube ansehen ...

Mehr zur Komponistin und zum Werk im Programmheft 2017 ...

Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival

Mit Gian Francesco Malipiero steht in diesem Jahr ein Komponist auf dem Programm, der als ausgewiesener Spezialist für Formen der Alten Musik gilt. Er hat eine Edition sämtlicher Werke Monteverdis herausgegeben und u. a. Instrumentalwerke von Antonio Vivaldi veröffentlicht. Auch in seinen Kompositionen hat er sich oft mit alten Formen beschäftigt, so in den beiden Werken, die Sie beim Festival 2018 hören werden (Ricercari für 11 Instrumente und »Sonata a tre« für Klaviertrio).
Aber auch andere der bei den »CLASSIX Kempten« aufgeführten Komponisten haben in ihren Werken mit alten Formen gespielt. Unsere Frage in diesem Newsletter: Wie oft wurden bis 2017 beim Internationalen Kammermusikfestival in Kempten »Fugen« gespielt?
Antworten finden Sie wieder einmal im Verzeichnis aller Werke ... oder im nächsten Newsletter von »CLASSIX Kempten«.

Der CLASSIX-Flyer 2018

Der CLASSIX-Flyer 2018 ist da. Mit allen Konzertterminen, dem detaillierten
Programm und Kurzbiografien der mitwirkenden Künstler. Hier geht’s zum PDF-Download.

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Mehr Information rund um »CLASSIX Kempten 2018« gibt es im nächsten Newsletter in 14 Tagen am Freitag, 31.08.2018.
Alle Infos zum Festival immer auf classix-kempten.de.
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