Kammermusik aus Italien, 23.-30.09.2018, Theater in Kempten, Künstlerischer Leiter: Oliver Triendl
CLASSIX Kempten - Newsletter vom 25.05.2018
Inhalt
- Werke: Das Nonett von Nino Rota
- Werke: Das Sestetto von Ennio Morricone
- Künstler: Sechs Fragen an die Geigern Nina Karmon
- Künstler: Sechs Fragen an den Cellisten Giovanni Gnocchi

- Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube
- Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival
- Der CLASSIX-Flyer 2018 zum Download
- Karten bestellen
Liebe CLASSIX-Freunde,
zu den bekannteren Komponisten des diesjährigen Festivals gehören sicher Ennio Morricone und Nino Rota. Die Namen kennt man aber eher nicht aus dem Konzertbetrieb, sondern als Schöpfer legendärer Filmmusiken. Schade, denn ein »klassischer« Werkkatalog Ennio Morricones von 1994 kennt 72 Stücke. Und wussten Sie, dass Nino Rota Direktor des Konservatoriums von Bari und Lehrer von Größen wie Riccardo Muti war? Mehr zu diesen Komponisten und ihren bei den »CLASSIX Kempten« 2018 aufgeführten Werken in diesem Newsletter.
Und dann geht es noch ein wenig ums Essen. Kein Wunder, schließlich ist für jedes Konzert des Festivals quasi als Standardzugabe eine »Omaggio a Rossini« vorgesehen. Rossini war bekanntlich ein großer Gourmet (oder auch Gourmand, wenn man so will). Eine der sechs Fragen an unsere Künstler ist immer die nach der Lieblingsspeise und Sie werden sich fragen, was der Cellist Giovanni Gnocchi geantwortet hat. Zu guter Letzt geht es auch in der Abteilung »Wussten Sie schon?« ums Essen.
Doch lesen Sie die Geschichten selbst und bleiben Sie gespannt.

Herzliche Grüße aus dem Allgäu
Heinz Peller für das CLASSIX-Team

Werke: Das Nonett von Nino Rota

Nino Rota (1911-1979): Nonett (1959-77) für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass
Konzert III – Freitag, 28.09.2018, 20:00 Uhr, Theater in Kempten
Der Mailänder Nino Rota, eigentlich Giovanni Rota Rinaldi, der Enkel eines berühmten Pianisten und selber ein Klavier-Wunderkind, studierte unter anderem bei Alfredo Casella, war später Direktor des Konservatoriums von Bari und Lehrer von Größen wie Riccardo Muti. Als vielseitiger Komponist von Opern, Orchester- und Kammermusik war er ein feinsinniger Neoklassizist. Noblesse, Eleganz und eingängige Melodik zeichnen seine Stücke ebenso aus wie rhythmische Prägnanz und traditionelle, meisterhaft beherrschte Harmonik. Dies sind alles Eigenschaften, welche in der Blütezeit der seriellen Avantgarde nach 1945 Rotas Ruhm als »seriöser« Komponist behinderten ...

Rotas Nonett für Bläserquintett, Violine, Viola, Cello und Kontrabass wurde zwischen 1959 und 1977 geschrieben, revidiert, überarbeitet und fasst wie in einem Brennspiegel die klingende Welt des Komponisten zusammen. Der musikalische Salon seiner großbürgerlichen Familie am Ende des 19. Jahrhunderts mit seiner gepflegten, spätromantischen Atmosphäre und leicht morbiden Stimmung ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zu Nino Rota und seinem Nonett hier ...

Werke: Das Sestetto von Ennio Morricone

Ennio Morricone (*1928): Sestetto (1955) für Flöte, Oboe, Fagott und Streichtrio
Konzert IV, Samstag, 29.09.2018, 20:00 Uhr, Theater in Kempten
Der Römer Ennio Morricone ist einer der erfolgreichsten Filmmusik-Komponisten überhaupt. Bis zu 20 Filmpartituren lieferte er in seinen besten Zeiten alljährlich. »Spiel mir das Lied vom Tod«, die Titelmelodie zu Sergio Leones Italowestern-Klassiker von 1969, zählt zu den größten Hits des 20. Jahrhunderts. Das neobarocke Pathos dieser Musik weist darauf hin, dass ihr Schöpfer weitaus mehr ist als ein guter Gebrauchsmusiker. Als Zehnjähriger hatte er 1938 ein Trompetenstudium am Conservatorio di Santa Cecilia begonnen. Als Jugendlicher spielte er in römischen Hotels für amerikanische Besatzer ...

Neben der Filmmusik existierte aus dem Jahr 1994 ein 72 Stücke umfassender »klassischer« Werkkatalog des Ennio Morricone, darunter viel Ensemble- und Kammermusik, die kaum gedruckt vorliegt. Meist handelt es sich dabei um Jugendwerke. Das »Sestetto« für Flöte, Oboe, Fagott und Streichtrio ist die Nummer 5 dieser Werkliste, wurde 1955 in Rom uraufgeführt und immerhin 1985 auf einer LP eingespielt ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zu Ennio Morricone und seinem Sestetto hier ...

Künstler: Sechs Fragen an die Geigerin Nina Karmon

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Nina Karmon, die mit ihrem eigenen Kammermusik-Festival auf Burg Schaubeck 2018 das 10-jährige Jubiläum feierte, kommt nach 2016 und 2017 zum dritten Mal nach Kempten. Der künstlerische Leiter Oliver Triendl hat ihr sechs Fragen gestellt.

Du warst bereits bei »CLASSIX Kempten« zu Gast – sind dir spezielle Erlebnisse in Erinnerung geblieben?
Ich erinnere mich sehr gerne an die allgemeine Atmosphäre; das freundschaftliche und kollegiale Miteinander, die schönen Konzerte und den Ausklang hinterher.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Das vielseitige und interessante Programm finde ich sehr spannend. Und natürlich die musikalischen und menschlichen Begegnungen mit bereits bekannten und neuen Kollegen.

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Einzelne Werke kannte ich, die meisten aber nicht.

Wie bist du zu deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Meine beiden Eltern sind Musiker, sodass ich mit Musik aufgewachsen bin. Mit fünf Jahren begann ich Cello zu spielen, wechselte aber mit sieben zur Geige.
Richtig gut Klavier spielen zu können, fände ich toll!

Wenn du nicht Musikerin geworden wärst, dann …
… hätte ich wahrscheinlich Medizin oder Innenarchitektur studiert.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet…)
Pasta

Mehr zur Biographie von Nina Karmon finden Sie hier ...

Künstler: Sechs Fragen an den Cellisten Giovanni Gnocchi

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Der Professor für Violoncello an der Universität Mozarteum in Salzburg ist 2018 zum ersten Mal beim Festival in Kempten dabei. Der künstlerische Leiter Oliver Triendl hat ihm sechs Fragen gestellt.

Du kommst erstmals nach Kempten – kanntest du das Festival vorher?
Ja, ich habe von Freunden davon gehört, die in den letzten Jahren dabei waren, und einige sehr gute Videos auf YouTube gesehen.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Viele Faktoren: Freunde wiedersehen, neue zukünftige Freunde treffen, miteinander musizieren und neue aufregende Stücke kennenlernen. Außerdem habe ich schon so oft von Oliver gehört, der nicht nur ein großartiger Pianist und Musiker, sondern auch ein toller Koch und Essensliebhaber sein soll 😉

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Obwohl ich ein begeisterter Musiksammler bin und mir in einer Art »mentalem Archiv« so viel Musik wie möglich merke, muss ich gestehen, dass ich nicht viele Stücke aus dem Festivalprogramm kannte. Ich kenne die Musik von Martucci, Casella, Ghedini, Respighi, Busoni, Berio, Rota, Sciarrino, Donatoni und ich freue mich sehr, die Komponistin Virginia Guastella kennenzulernen!

Wie bist du zu Deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Eigentlich hatte ich mir die Geige ausgesucht, aber in der Musikschule war der Cello-Lehrer so schlecht, dass seine Klasse leer war und aufgefüllt werden musste, just als ich als absoluter Anfänger dort ankam. So bin ich in der Cello-Klasse gelandet und war irgendwann der einzige »Überlebende«, weil alle Anderen sehr bald davon gelaufen waren. 🙂 Aber dann habe ich meine Meinung geändert: Cello ist sooo viel besser als Violine! 😉

Wenn du nicht Musiker geworden wärst, dann
… würde ich gern am Meer leben (ich habe ein Haus in der Nähe von Cinque Terre in Ligurien), Kayak fahren, fischen und kochen.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet …)
Jetzt sollte ich natürlich – warum nur? – »Gnocchi« antworten, aber ich muss zugeben, dass es momentan tatsächlich ein Zucchini-Käsekuchen mit einem Olivenöl-Teig ist, den ich aus Ligurien kenne und nun selbst zubereite. Einfach köstlich!

Mehr zur Biographie von Giovanni Gnocchi finden Sie hier ...

Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube

Kennen Sie schon unseren Video-Kanal mit Mitschnitten auf YouTube? Heute möchten wir Ihnen das Stück »Ordinary Conversations« (2003) für Oboe und Violine von Ivana Stefanović (*1948) vorstellen, das am Donnerstag, 28.09.2017 von Céline Moinet (Oboe) und Eriikka Maalisma (Violine) im Theater in Kempten aufgeführt wurde.
Video auf YouTube ansehen ...

Mehr zur Komponistin und zum Werk aus dem Programmheft 2017 ...

Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival

Jedes Festival hat seine Traditionen – auch hinter den Kulissen. Bei »CLASSIX Kempten« gibt es stets eine Reihe gemeinsamer Abendessen der Künstler. Am Samstagabend stellt sich dabei der künstlerische Leiter des Festivals, Oliver Triendl, persönlich in die Küche und serviert zum Nachtisch sein legendäres, selbstgemachtes Tiramisu. Sicher ein weiterer Grund, warum »CLASSIX Kempten« bei den Musikern so beliebt ist!

Der CLASSIX-Flyer 2018

Der CLASSIX-Flyer 2018 ist da. Mit allen Konzertterminen, dem detaillierten
Programm und Kurzbiografien der mitwirkenden Künstler. Hier geht’s zum PDF-Download.

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Mehr Information rund um »CLASSIX Kempten 2018« gibt es im nächsten Newsletter in 14 Tagen am Freitag, 08.06.2018.
Alle Infos zum Festival immer auf classix-kempten.de.
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