Kammermusik aus Italien, 23.-30.09.2018, Theater in Kempten, Künstlerischer Leiter: Oliver Triendl
CLASSIX Kempten - Newsletter vom 20.07.2018
Inhalt
- Werke: Terzetto op. 66 von Niccolò Paganini
- Werke: Serenata op. 46 von Alfredo Casella
- Künstler: Sechs Fragen an den Trompeter Uwe Komischke
- Künstler: Sechs Fragen an den Gitarristen Ismo Eskelinen
- Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube
- Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival
- Der CLASSIX-Flyer 2018 zum Download
- Karten bestellen
Liebe CLASSIX-Freunde,
in der Rubrik »Wussten Sie schon?« haben wir im letzten Newsletter zwei Instrumente angedeutet, die sich im gewöhnlichen Kammermusikbetrieb eher rar machen. 2018 können Sie bei den »Überraschungen aus Italien« die Gitarre und die Trompete erleben. Mit Uwe Komischke (Trompete) und Ismo Eskelinen (Gitarre) dürfen wir uns auf zwei herausragende Musiker ihres Fachs und einige selten gehörte Werke freuen.
Die Trompete wird in den Werken Alfredo Casellas (1883-1947) und Virginia Guastellas »Vento del golfo« zu hören sein. Die Gitarre ist gleich fünf mal vertreten: Bei Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968), Bruno Maderna (1920-1973), Franco Donatoni (1927-2000), Niccolò Paganini (1782-1840) und gleich im Auftaktkonzert im furiosen »Fandango« aus dem Quintett D-Dur G 448 von Luigi Boccherini (1743-1805).
Mehr zu den Interpreten und einigen Stücken in diesem Newsletter.

Herzliche Grüße aus dem Allgäu
Heinz Peller für das CLASSIX-Team

Werke: Terzetto op. 66 von Niccolò Paganini

Konzert V – Sonntag, 30.09.2018, 17:00 Uhr, Theater in Kempten
Niccolò Paganini (1782-1840): Terzetto op. 66 MS 69 für Gitarre, Violine und Violoncello

Niccolò Paganini, der sich übrigens immer Nicolo schrieb, ist eine der größten Legenden der Musikgeschichte. Der Teufelsgeiger, der Frauenverführer, der Operettenheld – Franz Lehár hat ihn, nebenbei bemerkt, gar nicht so falsch als Fanatiker seiner Kunst und im Grunde einsamen Menschen gezeichnet. Denn die Kunst war tatsächlich sein Leben und ließ daneben Platz nur für flüchtige Abenteuer ...

Das Terzetto für Violine, Gitarre und Violoncello stammt aus dem Jahr 1833 und diente vor allem dem Gitarrevirtuosen Paganini. Dies zeigt sich daran, dass die Gitarre aus dem Rahmen eines Begleitinstruments deutlich hervortritt und mit dem zweiten Thema des Kopfsatzes und dem Trio im finalen Rondo arienhafte Perioden zu gestalten hat. Überhaupt ist das kostbare Stück vom Liedhaften bestimmt ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zu Niccolò Paganinis Terzetto op. 66 hier ...

Werke: Serenata op. 46 von Alfredo Casella

Konzert I – Mittwoch, 26.09.2018, 20:00 Uhr, Theater in Kempten
Alfredo Casella (1883-1947): Serenata op. 46 (1927) für Klarinette, Fagott, Trompete, Violine und Violoncello

Der Turiner Alfredo Casella war der Spross einer Familie, die ihre musikalische Tradition bis in die Zeit Dantes belegen konnte. Der Vater war Cellist, die Mutter und erste Lehrerin Pianistin. Zum Mittelpunkt von Casellas Studien wurde allerdings Paris, wo er zu den Schülern Gabriel Faurés zählte und mit Ravel, Debussy und Enescu freundschaftlich verkehrte. Später unterrichtete der junge Mann selbst Klavier am Conservatoire und begann, sich intensiv für das Werk Gustav Mahlers einzusetzen ...

Die Serenata op. 46, im Jahr 1927 bei der Wiener Universal Edition erschienen, später auch für kleines Orchester bearbeitet, ist ein besonders schönes Beispiel für seine eigenständige Klangsprache. Dafür erhielt er, gemeinsam mit Béla Bartóks drittem Streichquartett, den ersten Preis der »Philadelphia Music Fund Society«. Auf einen spielerischen Marsch und ein nicht nur im Titel graziöses Menuett folgt ein erstaunliches, vieldeutiges Notturno, das in seiner sensiblen Chromatik ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zur Serenata op. 46 von Alfredo Casella hier ...

Künstler: Sechs Fragen an den Trompeter Uwe Komischke

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Uwe Komischke kommt zum ersten Mal zum Kemptener Festival. Er wird bei folgenden Werken mitwirken:
  • Alfredo Casella (1883-1947): Serenata op. 46 (1927) für Klarinette, Fagott, Trompete, Violine und Violoncello
  • Virginia Guastella (*1979): »Vento del golfo« (Omaggio a Palermo) (2010) für Trompete und Streichquartett
Der künstlerische Leiter Oliver Triendl hat auch Uwe Komischke sechs Fragen gestellt.

Du kommst erstmals nach Kempten – kanntest du das Festival vorher?
Nein, ich kannte es bisher nicht.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Der persönliche Kontakt, das Festival an sich und die Aussicht neue Werke kennen zu lernen.

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Nein.

Wie bist du zu deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
In meiner Heimatstadt hat mein Vater die Musikschule gegründet. Die Trompete ist meine 2. Wahl. Ursprünglich wollte ich Schlagzeug lernen. Mein Vater teilte jedoch die damalige Meinung, Schlagzeuger könnten keine Noten. Daher sollte ich erst mal ein Melodieinstrument lernen.

Wenn du nicht Musiker geworden wärst, dann …
Keine Ahnung. Bereits mein erster Lehrer (1969-1972) begeisterte mich für den Beruf des Trompeters.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet …)
Spaghetti mit Meeresfrüchten, alle Sorten Fisch.

Mehr zur Biographie von Uwe Komischke finden Sie hier ...

Künstler: Sechs Fragen an den Gitarristen Ismo Eskelinen

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Auch Ismo Eskelinen ist zum ersten Mal bei »CLASSIX Kempten«. Er wird fünf Mal zu hören sein:
  • Luigi Boccherini (1743-1805): »Fandango« aus dem Quintett D-Dur G 448 für Gitarre und Streichquartett
  • Mario Castelnuovo-Tedesco (1895-1968): Quintett op. 143 für Gitarre und Streichquartett
  • Bruno Maderna (1920-1973): »Aulodia per Lothar« (1965) für Oboe d’amore und Gitarre
  • Franco Donatoni (1927-2000): »About …« (1979) für Gitarre, Violine und Viola
  • Niccolò Paganini (1782-1840): Terzetto op. 66 MS 69 für Gitarre, Violine und Violoncello
Und hier die sechs Fragen des künstlerischen Leiters Oliver Triendl:

Du kommst erstmals nach Kempten – kanntest du das Festival vorher?
Ja, ich hatte von Freunden davon gehört, die schon einmal auf dem Festival gespielt hatten – sie hatten alle tolle Erinnerungen, also freue ich mich darauf und bin gespannt!

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Das Programm ist außergewöhnlich, die Musiker wunderbar und ich freue mich auch das historische Kempten kennen zu lernen.

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Ja, die meisten.

Wie bist du zu deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Als Kind war ich an vielen Instrumenten interessiert. Ich spielte auf der Geige meiner Cousine wie auf einer Gitarre und Beethoven auf der Blockflöte. Aber als ich zum ersten Mal spanische Gitarrenmusik hörte, war ich total begeistert und die Sache war entschieden.

Wenn du nicht Musiker geworden wärst, dann …
… Schriftsteller, Koch oder wahrscheinlich Surfer.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet …)
Ich mag gerne Fisch, Fleisch und Gemüse. Also schätze ich, die Chancen stehen gut, dass davon etwas serviert wird!

Mehr zur Biographie von Ismo Eskelinen finden Sie hier ...

Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube

Kennen Sie schon unseren Video-Kanal mit Mitschnitten auf YouTube? Heute möchten wir Ihnen das Stück »D’un matin de printemps« aus dem Jahre 1918 der leider viel zu jung verstorbenen französischen Komponistin Lili Boulanger (1893-1918) vorstellen.
Das Stück wurde im Konzert II am Donnerstag, 28.09.2017, im Theater in Kempten aufgeführt. Bengt Forsberg (Klavier), Yura Lee (Violine) und Peter Bruns (Violoncello).
Video auf YouTube ansehen ...

Mehr zur Komponistin und zum Werk aus dem Programmheft 2017 ...

Der CLASSIX-Flyer 2018

Der CLASSIX-Flyer 2018 ist da. Mit allen Konzertterminen, dem detaillierten
Programm und Kurzbiografien der mitwirkenden Künstler. Hier geht’s zum PDF-Download.

Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival

Ein Grundanliegen von »CLASSIX Kempten« ist es, immer einen möglichst breiten Überblick an Werken zum jeweiligen Thema zu geben. So werden auch in diesem Jahr Werke vom 18. bis zum 21. Jahrhundert zu hören sein. Wer aber ist nach dem Geburtsdatum dieses Jahr der älteste und wer der jüngste Komponist?
Ein Blick in unser Programmverzeichnis hilft hier weiter ...

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Mehr Information rund um »CLASSIX Kempten 2018« gibt es im nächsten Newsletter in 14 Tagen am Freitag, 03.08.2018.
Alle Infos zum Festival immer auf classix-kempten.de.
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