Kammermusik aus Italien, 23.-30.09.2018, Theater in Kempten, Künstlerischer Leiter: Oliver Triendl
CLASSIX Kempten - Newsletter vom 08.06.2018
Inhalt
- Werke: Eine »Polka« von Saverio Mercadante
- Werke: Der »Fandango« von Luigi Boccherini
- Künstler: Sechs Fragen an den Oboisten Olivier Doise
- Künstler: Sechs Fragen an den Cellisten Trey Lee
- Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube
- Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival
- Der CLASSIX-Flyer 2018 zum Download
- Karten bestellen
Liebe CLASSIX-Freunde,
Musik kann manchmal durchaus etwas sperrig sein. Bei den beiden Stücken, die wir Ihnen in diesem Newsletter vorstellen wollen, ist dies aber mit Sicherheit nicht der Fall. Mit einer »Polka« für Flöte, Oboe, Streichquartett und Klavier von Saverio Mercadante (1795-1870) startet in diesem Jahr der Festivalauftakt, gefolgt von Luigi Boccherinis (1743-1805) »Fandango« aus dem Quintett D-Dur G 448 für Gitarre und Streichquartett. Neben dem garantierten Ohrwurm, den dieses Werk hinterlässt, eine der seltenen Gelegenheiten – zumindest in unseren Breiten –, die Gitarre in der Kammermusik zu erleben. (Karten zum Auftakt-Konzert gibt es zum Schnupperpreis von 10 Euro hier ...)
Wir begrüßen 2018 mit dem Oboisten Olivier Doise und dem Cellisten Trey Lee zwei Künstler, die wir in Kempten bereits erleben durften. Auch ihnen hat Oliver Triendl, der künstlerische Leiter des Festivals, sechs Fragen gestellt. Trey Lee offenbart dabei eine besondere Erinnerung an das Jahr 2016.
Wie immer finden Sie in unserem Newsletter auch einen Tipp zu unserem YouTube-Channel und in der Abteilung »Wussten Sie schon« geht es diesmal um große Zahlen.

Herzliche Grüße aus dem Allgäu
Heinz Peller für das CLASSIX-Team

Werke: Eine »Polka« von Saverio Mercadante

Festivalauftakt – Konzert der Sponsoren
Sonntag, 23.09.2018, 19:00 Uhr, Theater in Kempten
Saverio Mercadante (1795-1870): »Polka« für Flöte, Oboe, Streichquartett und Klavier
Der aus Altamura in Apulien stammende Saverio Mercadante war ein uneheliches Kind aus ärmlichen Verhältnissen und wurde zum letzten bedeutenden Vertreter der neapolitanischen Schule, die vor allem eine innovative Blütezeit der Oper und des Oratoriums im 18. Jahrhundert war. In Neapel studierte der begabte Junge auch, von 1808 bis 1810, unter anderem bei Niccolò Zingarelli, und zwar nicht nur Harmonielehre und Kontrapunkt, sondern auch Violine, Cello, Fagott, Klarinette und Flöte ...

Kaum zu glauben, dass dieser geradezu besessene Musikdramatiker und »Maestro di Cappella« Zeit fand, gehaltvolle und melodisch inspirierte Instrumentalmusik zu schreiben. Allerdings fand er diese Zeit großteils vor seinen ersten Erfolgen auf der Bühne. Sein liebstes Instrument war offensichtlich die Flöte, die in der italienischen Oper oft eine wichtige Rolle spielt, besonders wenn es darum geht, den virtuosen Koloraturen einer Primadonna zu sekundieren ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zu Saverio Mercadante und seiner Polka hier ...

Werke: Der »Fandango« von Luigi Boccherini

Festivalauftakt – Konzert der Sponsoren
Sonntag, 23.09.2018, 19:00 Uhr, Theater in Kempten
Luigi Boccherini (1743-1805): »Fandango« aus dem Quintett D-Dur G 448 für Gitarre und Streichquartett
Aus Lucca, der toskanischen Heimat vieler genialer Musiker (zum Beispiel Francesco Geminiani, Alfredo Catalani und Giacomo Puccini), stammte Luigi Boccherini. In Italien und Paris machte er Karriere als Cello-Virtuose, ehe er sich 1769 an den Königshof von Madrid begab, den er bis zum Tod 1805 kaum mehr verlassen hat. Boccherini, neben Joseph Haydn einer der »Väter des Streichquartetts« und der wesentliche »Vater des Streichquintetts« ...

Die Gitarre gehört zu den populärsten Instrumenten überhaupt und wurde lange Zeit nicht als vollwertig »klassisch« anerkannt. Das mag – nach einer eher lokalen Blüte im italienischen Rokoko – an der starken folkloristischen Prägung liegen, vor allem aber an der Tatsache, dass sich das unverstärkte Instrument im immer größer werdenden klassisch-romantischen Orchester akustisch nicht behaupten konnte und fast nur mehr (und auch das selten) als Begleit- und Stimmungsmittel auf der Opernbühne eingesetzt wurde. Im Bereich der Kammermusik trifft das Problem der Hörbarkeit freilich nicht zu ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zu Luigi Boccherini und seinem »Fandango«-Quintett hier ...

Künstler: Sechs Fragen an den Oboisten Olivier Doise

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Olivier Doise kommt nach 2012 und 2015 bereits zum dritten Mal nach Kempten. Der künstlerische Leiter Oliver Triendl hat ihm sechs Fragen gestellt.

Du warst bereits bei »CLASSIX Kempten« zu Gast – sind dir spezielle Erlebnisse in Erinnerung?
Eine besondere Erfahrung war, 2015 das Quintett für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier von Kalevi Aho geübt, geprobt, gespielt und darüber hinaus auch den Komponisten getroffen zu haben.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Ich genieße es sehr, ein tolles Repertoire zu entdecken, das ich noch nie gespielt habe, und dies mit hervorragenden Musikern zu teilen.
Ich liebe auch das Theater, die Stadt Kempten als den Rahmen des Festivals und den Fluß.

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Ich habe im Moment noch keine Ahnung von den Stücken, aber ich vertraue dir vollständig.

Wie bist du zu deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Schon mein Vater und mein Großvater haben Oboe gespielt und ich fand den Oboen-Lehrer sehr nett.
Ich könnte alle Instrumente spielen! Aber wenn ich wechseln sollte, dann zum Singen! In dem Fall sollte ich aber einen sehr guten Lehrer haben!

Wenn du nicht Musiker geworden wärst, dann ...
... ein Handwerker wie Gärtner, Maurer oder Maler, aber nicht Elektriker (ich hasse Kabel!). Ich würde auch gerne ein Wissenschaftler sein, der mit den Zahlen spielt.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet ...)
Natürlich Olivers Tiramisu!

Mehr zur Biographie von Olivier Doise finden Sie hier ...

Künstler: Sechs Fragen an den Cellisten Trey Lee

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Der chinesische Cellist Trey Lee kennt »CLASSIX Kempten« aus dem Jahr 2016 und hat eine besondere markante Erinnerung. Auch ihm hat der künstlerische Leiter Oliver Triendl sechs Fragen gestellt.

Du warst bereits bei »CLASSIX Kempten« zu Gast – sind dir spezielle Erlebnisse in Erinnerung geblieben?
Ich erinnere mich gut an die Vorbereitungen zu George Crumbs »Vox Balaenae für drei maskierte Spieler« im Jahr 2016. Nicht nur die Musik zu lernen, sondern auch in ein Mikrofon zu pfeifen, ohne nervös zu zittern, und dabei noch das Becken zu schlagen.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Dinge wie beim Stück oben: Wir trugen Masken auf einer blau ausgeleuchteten Bühne. Es fühlte sich wie eine Halloween Party an!

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Die Stücke nicht zu kennen, ist Teil des Spaßes, den das Kemptener Festival ausmacht. Die meiste Zeit ist es wie am Strand im Sand nach Schätzen zu graben.

Wie bist du zu deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Meine Mutter hat für mich das Violoncello ausgewählt, denn meine beiden älteren Schwestern spielten bereits Klavier und Violine ... so entstand schließlich das Lee-Trio!

Wenn du nicht Musiker geworden wärst, dann …
... wäre ich gerne Archäologe. Ich habe während meiner Schulzeit an Exkursionen in Israel und Frankreich teilgenommen und ich habe diese Erfahrungen immer geliebt. Artefakte zu finden oder nur etwas über Geschichte zu lesen ist für mich ein wenig wie der Unterschied Musik selbst zu spielen oder in eine Partitur zu schauen.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet …)
Natürlich Olivers Tiramisu!

Mehr zur Biographie von Trey Lee finden Sie hier ...

Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube

Kennen Sie schon unseren Video-Kanal mit Mitschnitten auf YouTube?
Die aus Russland stammende Komponistin Katia Tchemberdji (*1960) lebt in Berlin und war 2017 Composer-in-Residence bei »CLASSIX Kempten«. Auf unserem YouTube-Kanal ist sie mit zwei Stücken vertreten.
Heute möchten wir Ihnen von Katia Tchemberdji das Stück »Gegenüber« (1992) für Violine, Viola, Violoncello, Flöte, Oboe und Klarinette vorstellen, das am Donnerstag, 28.09.2017 von Yura Lee (Violine), Jennifer Stumm (Viola), Amy Norrington (Violoncello), Stephanie Winker (Flöte), Céline Moinet (Oboe) und Matthew Hunt (Klarinette) im Theater in Kempten aufgeführt wurde.
Video auf YouTube ansehen ...

Mehr zur Komponistin und zum Werk aus dem Programmheft 2017 ...

Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival

In den vergangenen 12 Jahren des Festivals wurden eine Menge Stücke von bekannten, unbekannten und auch vergessenen Komponisten aufgeführt. Aber wissen Sie, wie viele Werke es genau waren und wie viele Komponisten »CLASSIX Kempten« bisher zu Gehör brachte? Wir haben alle im Festival von 2006 bis 2017 gespielten Werke auf unserer Website aufgelistet. Aber keine Angst. Für die Antwort müssen Sie nicht einmal nachzählen, sondern nur hier klicken ...

Der CLASSIX-Flyer 2018

Der CLASSIX-Flyer 2018 ist da. Mit allen Konzertterminen, dem detaillierten
Programm und Kurzbiografien der mitwirkenden Künstler. Hier geht’s zum PDF-Download.

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Mehr Information rund um »CLASSIX Kempten 2018« gibt es im nächsten Newsletter in 14 Tagen am Freitag, 22.06.2018.
Alle Infos zum Festival immer auf classix-kempten.de.
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