Kammermusik aus Italien, 23.-30.09.2018, Theater in Kempten, Künstlerischer Leiter: Oliver Triendl
CLASSIX Kempten - Newsletter vom 31.08.2018
Inhalt
- Werke: Kammersymphonie B-Dur op. 8 von Ermanno Wolf-Ferrari
- Werke: Zwei Werke von Ferruccio Busoni
- Künstler: Sechs Fragen an die Geigerin Christel Lee
- Künstler: Sechs Fragen an den Cellisten Mischa Meyer
- Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube
- Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival
- Der CLASSIX-Flyer 2018 zum Download
- Karten bestellen
Liebe CLASSIX-Freunde,
in der aktuellen Ausgabe 09/2018 von »FONO FORUM« erscheint ein Artikel über »CLASSIX Kempten« unter dem Titel »Die Lust am Raren«. Wir freuen uns, Ihnen diesen Beitrag mit freundlicher Genehmigung des Reiner H. Nitschke Verlags als kostenloses PDF zum Download anbieten zu können.
Denken Sie daran – in drei Wochen ist es soweit. Am Sonntag, 23.09.2018 eröffnen die »CLASSIX Kempten« 2018. Wenn noch nicht geschehen, buchen Sie bald und sichern Sie sich die besten Plätze: classix-kempten.de/tickets
Noch nicht entschlossen? Vielleicht können wir Sie ja mit den Informationen zu Ermanno Wolf-Ferrari und Ferruccio Busoni in diesem Newsletter ein Stück neugieriger machen. Bleiben Sie gespannt!

Herzliche Grüße aus dem Allgäu
Heinz Peller für das CLASSIX-Team

Werke: Kammersymphonie B-Dur op. 8 von Ermanno Wolf-Ferrari

Konzert V – Sonntag, 30.09.2018, 17:00 Uhr, Theater in Kempten
Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948): Kammersymphonie B-Dur op. 8 für Bläserquintett, Streichquintett und Klavier

Ermanno Wolf-Ferrari, in Venedig geborener Sohn eines deutschen Malers und einer Italienerin, war neben dem ein Jahrzehnt älteren, so ganz anderen, schwerblütigeren Ferruccio Busoni der Prototyp des »Deutschitalieners«. Er komponierte seine Opern in der Sprache der Mutter und schrieb seine Briefe mehrheitlich in der des Vaters. Er lebte lange Zeit in München und war als Tondichter völlig aus der Zeit gefallen ...

Der Typus der »Kammersymphonie« lag um 1900 in der Luft. Wolf-Ferrari konzipierte seine klein besetzte Sinfonia in der aus dem italienischen Barock stammenden »Da camera«-Tradition allerdings rund fünf Jahre, bevor Arnold Schönberg mit der Arbeit an seiner stilbildenden Kammersymphonie op. 9 begann. Er wollte auch nicht zu neuen Klangwelten vordringen, sondern bloß die alten neu erfüllen. Besetzt ist das Stück mit Klavier, einem Bläser- und einem Streichquintett mit Kontrabass, also in ganz klassischer Weise ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zu Ermanno Wolf-Ferraris Kammersymphonie B-Dur hier ...

Werke: Zwei Werke von Ferruccio Busoni

- »Albumblatt« BV 272 (1916) für Flöte und Klavier
- »Elegie« BV 286 (1919/20) für Klarinette und Klavier


Ferruccio Busoni wurde in Empoli bei Florenz als Sohn des berühmten Klarinettisten Ferdinando Busoni und der deutschen Pianistin Anna Weiß geboren. Eigentlich war seine Mutter, da aus Triest stammend, eine »Altösterreicherin«. Der hochbegabte, schon im Alter von zehn Jahren als Klaviervirtuose und Komponist tätige Ferruccio wuchs zweisprachig auf und verbrachte die meiste Zeit seines Lebens nördlich der Alpen. Er darf, neben seinem Zeitgenossen Ermanno Wolf-Ferrari, geradezu als Paradebeispiel des »Deutschitalieners« in der Kunst gelten ...

Konzert I – Mittwoch, 26.09.2018, 20:00 Uhr, Theater in Kempten
Ferruccio Busoni (1866-1924): »Albumblatt« BV 272 für Flöte und Klavier (1916)

Das »Albumblatt«, entstanden im Schweizer Exil und nicht nur für Flöte, sondern alternativ auch für Violine, Viola oder »Violoncell« veröffentlicht, wurde »an Herrn Albert Biolley« gerichtet. Herr Biolley war ein Schweizer Bankier, Amateur-Flötist und Busonis Konzertagent. Ihm galt ein kurzes, stimmungsvolles Andantino in durchaus romantischer, an Robert Schumanns Bläserstücke erinnernder Tradition ...

Lesen Sie den ganzen Artikel mit mehr Hintergrund zu Ferruccio Busonis »Albumblatt« hier ...

Konzert IV – Samstag, 29.09.2018, 20:00 Uhr, Theater in Kempten
Ferruccio Busoni (1866-1924): »Elegie« BV 286 (1919/20) für Klarinette und Klavier
Die Klarinette wurde sozusagen an Busonis Wiege gespielt, von seinem Vater Ferdinando (1834 – 1909), der übrigens auch hübsche Virtuosenstücke für sein Instrument komponiert hat. Kein Wunder, dass der junge Ferruccio eine ganze Reihe von feinen Suiten und Charakterstücken für Klarinette schrieb, mit Klavier-, aber auch mit Streichquartett-Begleitung – melodisch aparte und sensible Musik. In seinen letzten Lebensjahren kehrte Busoni für zwei Stücke zur Soloklarinette zurück ...

Lesen Sie mehr zu Ferruccio Busonis »Elegie« hier ...

Künstler: Sechs Fragen an die Geigerin Christel Lee

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Die gebürtige US-Amerikanerin Christel Lee lebt inzwischen in München. Beim Kemptener Festival ist sie zum ersten Mal dabei. Hier ihre Antworten auf die sechs Begrüßungsfragen des künstlerischen Leiters Oliver Triendl.

Du kommst erstmals nach Kempten – kanntest du das Festival vorher?
Ich wurde schon vor einigen Jahren gefragt, ob ich teilnehmen möchte. Damals ging es aber aus terminlichen Gründen nicht. Nun freue ich mich, dass es dieses Jahr klappt.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Neue Kollegen kennenzulernen, alte Freunde wieder zu treffen und Musik zu machen!

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Nein!

Wie bist du zu deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Die Violine wurde für mich ausgewählt und kam an zweiter Stelle, weil ich nicht Klavier spielen konnte.

Wenn du nicht Musikerin geworden wärst, dann …
… würde ich gerne etwas mit Mode machen.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet …)
Alles Koreanische, was rot und scharf ist.

Mehr zur Biographie von Christel Lee finden Sie hier ...

Künstler: Sechs Fragen an den Cellisten Mischa Meyer

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Auch Mischa Meyer spielt in diesem Jahr zum ersten Mal bei »CLASSIX Kempten«. Der künstlerische Leiter Oliver Triendl hat ihm die obligatorischen sechs Fragen gestellt.

Du kommst erstmals nach Kempten – kanntest du das Festival vorher?
Ja, durch Familie und Freunde.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Das Naheliegendste: dass man sich mit unbekanntem Repertoire auseinandersetzt und somit Komponisten und Werken eine Bühne bietet, die man sonst nicht hört. Ich habe immer gerne Unbekanntes gespielt, man ist dann mehr auf sich selbst angewiesen als Musiker und bewegt sich nicht nur auf ausgetrampelten Pfaden. Außerdem ist die Atmosphäre auf Festivals immer anregend: wenig Zeit für VIEL Musik ...

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Nein, kein Einziges.

Wie bist du zu deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Ich spiele Cello, weil mein Musiklehrer Verstärkung für das Schulorchester brauchte. Ab dem Moment hatte ich keine Wahl mehr: Liebe auf den ersten Blick.
Wenn ich nicht Cellist geworden wäre, hätte ich die Oboe gewählt, wegen ihres schönen Tons.

Wenn du nicht Musiker geworden wärst, dann …
… Snooker-Profi.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet…)
Alles Japanische.

Mehr zur Biographie von Mischa Meyer finden Sie hier ...

Der »CLASSIX Kempten«-Kanal auf YouTube

Kennen Sie schon unseren Video-Kanal mit Mitschnitten auf YouTube? In dieser Ausgabe möchten wir Ihnen ein weiteres Werk unserer Composer-in-Residence 2017, Katia Tchemberdji (*1960) vorstellen. Das »Lerchenborg-Trio« (1994/98) wurde im Konzert V, am Sonntag, 01.10.2017 aufgeführt. Matthew Hunt spielte Klarinette, Alexander Hülshoff Violoncello. Am Flügel saß die Komponistin Katia Tchemberdji selbst.
Video auf YouTube ansehen ...

Mehr zur Komponistin und zum Werk im Programmheft 2017 ...

Wussten Sie schon? Fakten und Geschichten zum Festival

Sechs mal basierten Werke beim Kammermusikfestival in Kempten bisher auf Fugen - dies die Antwort aus »Wussten Sie schon?« im letzten Newsletter. Mit Malipieros »Ricercari« in diesem Jahr sind es dann deren sieben.
Neben Neugier auf Unbekanntes zeichnet die »CLASSIX Kempten« auch die Besetzungsvielfalt aus. Nicht nur in der Kammermusik selten gehörte Instrumente wie Posaune, Cymbalon, Gitarre und Trompete tauchen hier auf. Über 20 anwesende hochkarätige Musiker ermöglichen auch Werke mit schwierigen Besetzungen mit gemischten Streichern und Bläsern wie Oktette und Nonette. Eine Besonderheit in diesem Sinne ist sicher auch Ermanno Wolf-Ferraris Kammersymphonie am zweiten Festival-Sonntag, die ein Bläserquintett, ein Streichquintett und ein Klavier erfordert.

Der CLASSIX-Flyer 2018

Der CLASSIX-Flyer 2018 ist da. Mit allen Konzertterminen, dem detaillierten
Programm und Kurzbiografien der mitwirkenden Künstler. Hier geht’s zum PDF-Download.

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Haben wir Sie neugierig gemacht? Das Kartenbüro hat bereits geöffnet.
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Mehr Information rund um »CLASSIX Kempten 2018« gibt es im nächsten Newsletter in 14 Tagen am Freitag, 14.09.2018.
Alle Infos zum Festival immer auf classix-kempten.de.
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