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Alban Berg Ensemble Wien

Sebastian Guertler, Regis Bringolf (Violine)
Subin Lee (Viola)
Florian Berner (Violoncello)
Silvia Careddu (Flöte)
Alexander Neubauer (Klarinette)
Ariane Haering (Klavier)

Alban Berg Enseble Wien (© Foto: Nancy Horowitz)Spannende Konzertprogramm zeitgemäß zu präsentieren, das Publikum auf künstlerische Entdeckungsreisen mitzunehmen und Musik weltoffen, kompromisslos und poetisch zu kommunizieren: das sind Leitlinien für sieben Musikerinnen und Musiker, sich zum Alban Berg Ensemble Wien zusammenzufinden. Das renommierte Hugo Wolf Quartett, die Pianistin Ariane Haering sowie Silvia Careddu und Alexander Neubauer von den Wiener Symphonikern riefen 2016 dieses Ensemble ins Leben. Die Alban Berg Stiftung verleiht ihnen den Namen – als Ausdruck der Wertschätzung für ihre künstlerische Haltung und als Bestätigung eines künstlerischen Weges im Sinne Alban Bergs: dem Vergangenen verbunden, dem Neuen zugetan. Hundert Jahre zuvor gründeten Schönberg, Berg und Webern ihren Verein für Privataufführungen, um ihre ganz persönliche Vorstellung von Konzertsituation und Programmen zu verwirklichen. Ihr künstlerischer und interpretatorischer Anspruch sowie die Offenheit allem Neuen gegenüber ist dem Ensemble ebenso Vorbild wie die Wahl der Besetzung: Streichquartett, Flöte, Klarinette und Klavier sind der Kern des Alban Berg Ensemble Wien. Das Feuer des romantischsten der drei Neuerer weiterzutragen ist unser Anliegen.

Sebastian Gürtler, ViolineSebastian Gürtler, Violine, wurde in Salzburg geboren und erhielt seine Ausbildung bei Helmut Zehetmair, Corrado Romano, Ernst Kovacic und Philippe Hirschhorn. Von 1997 bis 2008 war er erster Konzertmeister des Orchesters der Wiener Volksoper. 2000 gründete er das Ensemble Amarcord Wien in der Besetzung Akkordeon, Violine, Violoncello und Bass, für welches er die meisten der Bearbeitungen schreibt, die den so typischen Amarcord-Sound kennzeichnen. Seit 2005 ist er Primgeiger im Hugo Wolf Quartett. Abseits der klassischen Musikpfade verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit u. a. mit den Geigern Benjamin Schmid und Aleksey Igudesman sowie mit dem Bassisten Georg Breinschmid. Sein komödiantisches und improvisatorisches Talent findet in der Show »Tandem«, »Sebastian der Cyberdirigent« und »The flying Schnörtzenbrekkers« seinen breit gefächerten Ausdruck. Seit 2017 ist er Mitglied bei der Crossover-Gruppe »Philharmonix«. Seine Kompositionen und Arrangements sind bei der Edition Walhall verlegt und bei Material Records, VMS und der Deutschen Grammophon erschienen.

Régis Bringolf, ViolineDer Geiger Régis Bringolf, 1970 in Lausanne geboren, erhielt seine musikalische Ausbildung zunächst in der Schweiz bei Jean Piguet am Conservatoire supérieur de Lausanne und bei Partick Genet in Fribourg, wo er 1990 das »diplôme de virtuosité« summa cum laude erhielt. Es folgten mehrere Jahre an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, in den Klassen von Michael Schnitzler und Günter Pichler. Er ist Gewinner des »Prix Gerber« 1978 in Lausanne. 1985 erhielt er den 1. Preis der »Jeunesse musicale suisse«, später den 1. Preis beim Streichquartett-Wettbewerb in Cremona, den Europäischen Kammermusikpreis und den Sonderpreis der Wiener Philharmoniker. Er war Solist mit diversen Jugendorchestern der Suisse Romande und als Substitut Konzertmeister an der Lausanner Oper. Régis Bringolf lebt seit 1990 als gefragter Musiker in Wien, wo er 1993 das Hugo Wolf Quartett und 2016 das Alban Berg Ensemble Wien mitbegründete. Neben seiner Tätigkeit im Quartett folgte er wiederholt Einladungen des Gustav Mahler Jugendorchesters, der Camerata Salzburg, der »Reihe« und arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Riccardo Chailly, Sándor Végh und anderen.

Subin Lee, ViolaDie Bratscherin Subin Lee wurde 1987 in Seoul / Südkorea, geboren. Bereits die Aufnahmeprüfung an der Yewon Art School in Korea bestand sie mit ausgezeichnetem Erfolg. Nach dem Vorbereitungsstudium bei Herbert Müller an der Konservatorium Wien Privatuniversität absolvierte sie dort, ebenfalls in seiner Klasse, im Jahr 2010 ihr Bachelorstudium und im Jahr 2012 ihr Masterstudium – jeweils mit ausgezeichnetem Erfolg. Seit 2012 setzt sie ihre musikalische Ausbildung in der Klasse von Predrag Katanic mit einem Bachelorstudium in Instrumentalpädagogik an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz fort. Die junge Bratschistin ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe wie jenem des Music Journals, des Chun-Chu Magazins, des Korea Daily Newspaper oder der Sung-Shin Universität. Zudem gewann sie das Auswahlvorspiel für die Konzertreihe »Unsere Jungen Talente« an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Subin Lee absolvierte die Orchesterakademien Penderecki in Westfalen und Lusławice in Polen und substituierte im Bruckner Orchester Linz, im Tiroler Symphonie Orchester Innsbruck sowie im ORF Radio- Symphonieorchester (RSO) in Wien. Seit 2013 spielt sie regelmäßig mit dem Orchester der Vereinigten Bühnen Wien. Ihre Leidenschaft für Kammermusik führte sie zu zahlreichen Konzerten, bei denen sie u. a. mit Julian Rachlin und Aleksey Igudesman musizierte. Subin Lee ist seit 2016 Mitglied des Hugo Wolf Quartetts und des Alban Berg Ensembles Wien.

Florian Berner, VioloncelloFlorian Berner ist Cellist und Gründungsmitglied des Hugo Wolf Quartetts. Mit diesem Ensemble ist er seit über zwei Jahrzehnten in allen renommierten Musikzentren der Welt zu Gast. Ausgedehnte Konzertreisen führen ihn durch ganz Europa, nach Asien, Süd- und Nordamerika, in Säle wie die Carnegie Hall in New York, Cité des Arts in Paris, Berliner Philharmonie, Suntory Hall in Tokyo oder zum Kammermusikfest Lockenhaus. Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen wie »Rising Star«, Sonderpreis der Wiener Philharmoniker und Europäischer Kammermusikpreis. Zahlreiche CD Aufnahmen erscheinen bei Gramola, Extraplatte, VMS, cpo und CamJazz. 2016 gründet er das Alban Berg Ensemble Wien. Neben seiner internationalen Konzerttätigkeit gestaltet das Ensemble einen Konzertzyklus im Brahmssaal des Wiener Musikvereins und ein eigenes Kammermusikfestival: den »BERGfrühling«. Florian Berner, 1973 in Wien geboren, studierte an der Wiener Musikuniversität bei Angelica May und beim Alban Berg Quartett, prägende Lehrjahre bei Mario Brunello in Italien folgten. Heute hat er selbst die Möglichkeit, Wissen und Erfahrung weiterzugeben: er hält Meisterkurse an zahlreichen amerikanischen Universitäten, war Dozent für das Simon Bolivar Youth Orchestra, für ((superar)), das Norwegische Jugendsymphonieorchester, die Ötztaler Kulturwochen, Verona Summer Festival u. v. m.
Seit 2013 ist er Professor am Landeskonservatorium in Klagenfurt. Er spielt ein Cello von Nicolo Gagliano, Neapel 1819.

Silvia Careddu, FlöteSilvia Careddu, Flöte,  ist Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbspreise. Den Beginn ihrer Laufbahn verdankt sie dem Gewinn des Premier Grand Prix à l’unanimité und dem Publikumspreis des 56. Concours international de Genève. Lorin Maazel engagierte sie in der Folge als Solo-Flötistin seines neu gegründeten Orchesters Filarmonica Arturo Toscanini, anschließend wurde sie Solo-Flötistin des Konzerthausorchesters Berlin und der Wiener Symphoniker.
Sie ist Gründungsmitglied des Alban Berg Ensembles Wien, Solo-Flötistin der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker (von 2017 bis September 2019). Als Pädagogin ist Silvia Careddu sehr engagiert und unterrichtet an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin. Sie gibt regelmäßig Meisterkurse für Flöte, Kammermusik und Orchester-Repertoire in Frankreich, Österreich, Spanien, Italien, in Süd-Korea, Japan, Buenos Aires und São Paulo. Auch als Jurorin ist sie international gefragt. Silvia Careddu, in Cagliari / Italien geboren, studierte am Conservatoire National in Paris und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab.
Wichtige Einflüsse und künstlerische Impulse verdankt sie ihren Lehrern Aurèle Nicolet, Emmanuel Pahud, Florence Souchard, Pierre-Yves Artaud, Riccardo Ghiani, und Raymond Guiot. Sie wird regelmäßig als Solistin zu bedeutenden Festivals eingeladen und ist gefragte Kammermusikpartnerin von berühmten Kolleginnen und Kollegen. Mit Emanuel Pahud und Trevor Pinnock hat sie Triosonaten von J. S. Bach auf CD eingespielt.

Alexander Neubauer, KlarinetteAlexander Neubauer, Klarinette, wurde in Wagna / Steiermark geboren und erhielt seinen ersten musikalischen Unterricht auf der Steirischen Harmonika. Er studierte Klarinette am Konservatorium der Stadt Graz und anschließend an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Bereits während seines Studiums in Wien spielte er als Substitut u. a. mit den Wiener Philharmonikern, dem Orchester der Wiener Staatsoper, den Berliner Philharmonikern und den Bamberger Symphonikern. Seit 1999 ist er Klarinettist und Bassklarinettist der Wiener Symphoniker, seit 2011 stellvertretender Solo-Klarinettist.
Als Solist konzertierte er (u.a. mit Klarinettenkonzerten von Mozart, Süßmayr, Copland, Stamitz, Pleyel) mit dem Wiener Concert-Verein, der Jungen Philharmonie Wien, dem Tiroler Kammerensemble InnStrumenti, dem Ambassade Orchester Wien, dem Wiener Jeunesse Orchester sowie der Philharmonie Györ. Als Mitglied mehrerer Ensembles (wie dem Crossover Ensemble »Faltenradio« oder dem 2016 gegründeten Alban Berg Ensemble Wien) ist er regelmäßig international in kleineren Besetzungen zu hören. Alexander Neubauer leitet seit 2013 eine eigene Klasse an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien

Ariane Haering, KlavierDie Schweizer Pianistin Ariane Haering erhielt ihre Ausbildung in ihrer Heimatstadt La Chaux-de-Fonds bei Cécile Pantillon und Catherine Courvoisier, in den USA bei Clifton Matthews und in Lausanne bei Brigitte Meyer. Mit einem »Premier Prix de Virtuosité avec les Félicitations du Jury« schloss sie im Alter von 20 Jahren ihr Studium ab.
Sie ist Gewinnerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, Vertreterin der Schweiz beim Eurovision Wettbewerb in Brüssel, Gewinnerin der Concerto Competition der University of North Carolina / USA, Trägerin mehrerer Auszeichnungen, darunter »Prix l’Express«, »Prix Miéville«, »Prix Rotary«, »Jeune Soliste de la Communauté des Radios Publiques de Langue Française«. Als Solistin tritt sie mit renommierten Orchestern auf, darunter Tonhalleorchester Zürich, Houston Symphony Orchestra, Orchestra della Svizzera Italiana, Orchestre de Chambre de Lausanne, Orchestre Symphonique Neuchâtelois, Mozarteumorchester Salzburg, Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks und Johannesburg Symphony Orchestra. Ihre kontinuierliche Kammermusiktätigkeit hat sie mit Künstlern wie Veronika Hagen, Benjamin Schmid, Clemens Hagen, Dimitri Ashkenazy, Ramon Jaffé, Anna-Maria Pammer, Bernard Richter, den Brodsky-, Mozarteum-, Stadler-, St. Petersburg- und Petersen-Quartetten zusammengeführt. Seit 2015 spielt sie zusammen mit der Pianistin Ardita Statovci regelmäßig Literatur für zwei Klaviere und Klavier vierhändig und gastiert mit dem Duo »ariadita« europaweit. Seit 2016 ist sie fixes Mitglied des neu gegründeten Alban Berg Ensemble Wien, das seitdem eine zentrale Rolle in ihrem musikalischen Leben spielt.

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