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CLASSIX Kempten 2017 – Komponistinnen

12. Internationales Festival der Kammermusik
24.09.-01.10.2017, Theater in Kempten

 

Vielen Dank allen Künstlern, den Organisatoren und dem aufmerksamen und begeisterten Publikum für eine unvergessliche Kammermusikwoche 2017.

Jetzt schon vormerken:
Das 13. Internationale Festival der Kammermusik im Theater in Kempten (TIK) findet vom 23.-30.09.2018 statt.

Der Themenschwerpunkt wird ab Frühjahr 2018 an dieser Stelle bekanntgegeben.


CLASSIX Kempten 2017 in den Medien

Allgäuer Zeitung, 30.09.2017
Zum Träumen und Rätseln
Beim Kammermusikfestival zeigt sich die Vielseitigkeit komponierender Frauen.

Kreisbote Kempten, 30.09.2017
Das Classix-Festival nimmt Fahrt auf
Weibliche Komponisten bewiesen auch am Mittwoch ihr Können.

Allgäuer Zeitung, 29.09.2017
Und Frauen können doch komponieren
Classix-Festival bricht eine Lanze und sorgt für Aha-Erlebnisse.

Allgäuer Zeitung, 27.09.2017
Viel Arbeit, noch mehr Spaß
Bei den Proben geht es locker, aber auch professionell zu. Warum Musiker immer wieder gerne zum Festival kommen.

Lesen Sie, was die Medien über das 12. Internationales Festival der Kammermusik schreiben….


CLASSIX Kempten 2017

In seinem 12. Jahr verließ das Internationale Kammermusikfestival »CLASSIX Kempten« thematisch bewährte Pfade und wandte sich, anders als in den Vorjahren, statt einer geografischen Region der größten Bevölkerungsgruppe der Welt zu: den Frauen. Nicht allen, versteht sich, sondern den Komponistinnen unter ihnen.

Komponierende Frauen gab es in allen Epochen der Musikgeschichte, allerdings in zahlenmäßig weitaus geringerem Umfang als ihre männlichen Kollegen. Ein gesellschaftliches Umfeld mit starren Geschlechterrollen, das eine fundierte Ausbildung für Frauen – gerade auch im Fach Komposition – nur in Ausnahmefällen zuließ, schränkte bis ins 20. Jahrhundert hinein die Entfaltungsmöglichkeiten der Komponistinnen, insbesondere ihre Etablierung im öffentlichen Konzertbetrieb, stark ein. Das hat sich, als eine der Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung, glücklicherweise geändert. Am Ende der 1990er Jahre setzte dann auch eine systematische Erforschung der Biografien und Werke komponierender Frauen ein – und Sie werden wie wir überrascht sein, wie unglaublich viele Komponistinnen es gibt, von denen nur die wenigstens von uns bisher Notiz genommen haben. So eröffnet sich uns ein weites üppiges Feld neu zu entdeckender großartiger Musik.

Mehr Bilder vom Festival 2017 hier klicken...Aus der kaum überschaubaren Vielzahl interessanter Werke von Komponistinnen hat der Künstlerische Leiter des Festivals, Oliver Triendl, einige Juwelen ausgewählt, die in frei zugänglichen öffentlichen Proben erarbeitet und sechs Konzerten vorgestellt wurden. Seinem musikalischen Spürsinn und seiner ansteckenden Begeisterung ist es zu verdanken, dass sich auch 2017 wieder rund zwanzig handverlesene Spitzeninstrumentalisten aus aller Welt in Kempten zusammenfanden, um das meist unbekannte Repertoire in den unterschiedlichsten Besetzung einzustudieren und dem interessierten Publikum sowie den das Festival seit Jahren begleitenden Rundfunkanstalten zu präsentieren.

Als Composer-in-Residence konnte die in Berlin lebende russische Komponistin Katia Tchemberdji gewonnen werden. Im Samstagskonzert wurde ihr Horntrio zur Uraufführung gebracht, zudem war sie während des Festivals auch als Pianistin zu hören.

Viele Informationen zum 12. Internationalen Festival der Kammermusik in Kempten finden Sie weiterhin auf diesen Seiten:


Gibt es eine »weibliche Musik«?

Das Kammermusikfestival CLASSIX Kempten 2017 will keine feministische Debatte über Gründe und Folgen der erkennbaren Ausgrenzung von Komponistinnen aus dem Musikbetrieb bis in die heutige Zeit eröffnen. Es geht vielmehr ganz einfach darum, anhand einer Palette von Stücken, die selbst Kennern des Themas Frau und Musik oft unbekannt sind, die nur selten ernsthaft thematisierte Situation zu beleuchten und Interesse zu wecken…

Lesen Sie das Essay von Dr. Franz Tröger zum diesjährigen Festival hier in voller Länge.


Composer-in-Residence Katia Tchemberdji über ihr Komponieren

»Ich benötige keine Gebrauchsanweisungen für Musik«, sagt Katia Tchemberdji in einem Gespräch, das sie 2002 in Berlin mit Yvonn Drynda geführt hat. »Für mich ist immer der Anfang entscheidend, denn zunächst habe ich nur Töne im Kopf, von denen ich nicht weiß, wo sie herkommen. Das Aufschreiben gestaltet sich dann als schwierig – für mich entscheidet sich der Charakter eines Stückes auch über die Art, wie ich es aufgezeichnet habe.

Zur Arbeitsweise Katia Tchemberdjis sowie Auszüge aus einem Gespräch mit Katja Reese über ihre Familie und die Rolle von Komponistinnen lesen Sie hier…

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