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»Janoska Style« – Vertraute Ohrwürmer der Musikgeschichte wie Sie sie noch nie gehört haben:
Klassik – Latin – Swing im fliegenden Wechsel mit dem Janoska Ensemble

Ondrej Janoska, Roman Janoska Violine
Julius Darvas Kontrabass
František Janoska Klavier

Bearbeitungen, zusammengefasst unter dem Titel »Janoska Style«
Johann Strauß II (1825-1899) / Boris Fomin (1900-1948)
– Fledermaus Ouvertüre à la Janoska

Fritz Kreisler (1875-1962) / Sergei Rachmaninoff (1873-1943)
– Liebesleid

František Janoska (*1986)
– Musette pour Fritz – Hommage to Fritz Kreisler

Jules Massenet (1842-1912)
– Thaïs Meditation

Georges Bizet (1838-1875) / Franz Waxman (1906-1967)
– Carmen Fantasie – Fantasy on the opera Carmen

Astor Piazzolla (1921-1992)
– Adiós Nonino

Roman Janoska (*1989)
– Melodie for Melody

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) / František Janoska (*1986)
– Rumba for Amadeus

Pablo de Sarasate (1844-1908) / Serbian Traditional
– Tarantella vs. Niška Banja

Niccolò Paganini (1782-1840) / Janoska Ensemble
– Paganinoska

 

»Keines unserer Konzerte verläuft gleich!«

»Wir kommen alle aus einer sehr musikalischen Familie, wir sind die sechste Generation von Musikern in unserer Familie«, erzählen die »Janoskas«. Schon in ihrer Kindheit war allen klar, dass sie Musiker werden wollen, und so geschah es auch. »Wir haben dann ein musikalisches Studium in Bratislava gemacht, jeder auf renommierten Musikinstituten bei weltberühmten Lehrmeistern wie Boris Kuschnir, Pavel Vernikov, Peter Čerman und Alois Posch. Jeder von uns ist danach eigene Wege gegangen und hat in unterschiedlichen Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Vienna Art Orchestra und im Wiener Philharmoniker Kammermusikensemble gespielt. Vor ein paar Jahren haben wir uns getroffen und bemerkt, dass uns etwas in unserem musikalischen Leben fehlt, und wir haben uns darauf geeinigt, dass wir uns als Janoska-Ensemble zusammenfinden und unsere eigene Vision, ein neues musikalisches Genre – den sogenannten ‚Janoska-Style‘ – kreieren. Das haben wir vor allem auch verschiedenen Leuten wie Anna Netrebko und Michael Schade, die wir zu unseren Freunden zählen können, zu verdanken. Diese haben uns geraten, uns endlich wieder als Familie zusammenzufinden und etwas Einzigartiges und Neues zu schaffen. Das ist glücklicherweise auch passiert.«

Wie kann man den Janoska-Style charakterisieren? »Den Janoska-Stil gab es im Grunde genommen schon in unserer Kinderzeit, der ist einfach angewachsen. Wir haben versucht, diesen mit der Zeit zu perfektionieren. Der Janoska-Stil ist unsere Sichtweise auf die aktuelle klassische Musik. Wir versuchen, die Musik wirklich auszuschöpfen, das heißt, wir komponieren und arrangieren unsere Stücke selbst und versuchen, in verschiedenen Genres alles unterzubringen. Dabei ist die klassische Musik natürlich die Basis, dazu kommen jedoch auch Elemente aus der lateinamerikanischen Musik, dem Jazz, dem Bossa nova, der Balkanmusik und auch aus der traditionellen ungarischen Musik. Das versuchen wir, auf einem Topniveau zu spielen, sowohl in Bezug auf die klassische Musik, aber auch wenn wir beispielsweise einen Jazz-Teil einbauen.« Die Bezeichnung »Janoska-Style« wurde eigentlich erstmals von Musikkritikern verwendet, es wurde nach einem Konzert von einem bestimmten Stil gesprochen, »weil die Musik auf die Kritiker so gewirkt hatte, als wäre sie neu – wir hatten etwas Neues geschaffen!«

Gibt es im Programm auch Eigenkompositionen oder handelt es sich ausschließlich um Neuinterpretationen fremder Werke? »Es gibt auch viele eigene Kompositionen, Roman hat zum Beispiel eine schöne Melodie für seine Tochter geschrieben, das Stück heißt ‚Melodie for Melody‘, und auch František hat eine Nummer für seinen Sohn geschrieben, nämlich ‚Rumba for Amadeus‘. Wir arbeiten eigentlich immer mit eigenen Arrangements.« Das mit größtem Erfolg auch auf CD erschienene Programm ist eine Mischung aus eigenen Kompositionen und klassischen virtuosen Stücken, wie zum Beispiel der »Carmen-Fantasie« von Franz Waxman. »Diese ist schon im Original sehr schwer zu spielen und wir haben sie noch schwerer gemacht.«

Ist Virtuosität ein großes Thema für das Ensemble? »Das ist auf jeden Fall ein sehr großes Thema. Aber auch schöne Melodien und lyrische Teile in der Musik sind ein solches. Wir haben beispielsweise eine Bearbeitung aus den Capricci von Niccolò Paganini am Programm. Bei dieser Komposition haben wir den sehr virtuosen Paganini mit unserem eigenen Stück durchmischt, gleichzeitig ist es auch eine Hommage an ihn. Es gibt auch einen wunderschönen Tango von Astor Piazzolla und bei diesem Tango live immer eine Einleitung, eine Introduktion, aber diese ist immer etwas anderes. Auch auf der CD ist es übrigens eine spontane Sache, es basiert immer auf der momentanen inneren Situation. Die musikalische Freiheit ist uns einfach sehr wichtig.«

Wie viel Platz bleibt in den Kompositionen für Spontaneität und Improvisation? »Es gibt sehr viel Improvisation in unserer Musik, auch bei unseren Konzerten ist einiges improvisiert. Keines unserer Konzerte verläuft gleich. Wir versuchen immer, Energie und Emotionen freizusetzen, und das spüren wir auch bei der Resonanz des Publikums. Bei unseren Konzerten sitzt das Publikum nicht ruhig da, sondern bei tollen Improvisationen von Roman stehen die Leute auf und klatschen oder sie wippen mit dem Fuß. In Serbien sind sogar Leute während des Konzerts aufgestanden und haben mitgetanzt. Das ist auch das Neue und es ist eben nicht dieses streng Klassische, sondern einfach das Musikmachen und Freisein und einfach Party! In unserer CD findet sich jede und jeder. Sie ist sehr zeitgemäß. Wir haben auch bemerkt, dass sich in unserer Musik die Musikmetropole Wien widerspiegelt, eben auch diese Melange der vielen Kulturen. Wien ist uns sicher eine große Inspiration.«

Unter Verwendung eines Gesprächs des Ensembles mit Ada Karlbauer (www.musicaustria.at)


Janoska Ensemble

Ondrej Janoska, Roman Janoska (Violine) Julius Darvas (Kontrabass) František Janoska (Klavier) Eine gleichzeitig virtuose und zutiefst persönliche Vision moderner Werkinterpretation haben die vier Musiker des Janoska Ensembles mit ihrem »Janoska Style« entwickelt. Geeint durch ihre familiären Bande und stets verwurzelt…


 

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